MG VA Tourer

Der MG VA, oder MG 1½-Liter, wie er ursprünglich vermarktet wurde, ist ein Automobil, das von MG zwischen Februar 1937 und September 1939 hergestellt wurde. Er war der kleinste der drei Sportlimousinen, die MG in den späten 1930er Jahren produzierte, die anderen waren der SA und der WA.

Das neue VA-Modell wurde als offener Viersitzer zu 280 Pfund, als Limousine zu 325 Pfund und als Cabriolet von Tickford zu 335 Pfund angeboten.

Das Auto hatte eine getunte Version des Morris TPBG-Vierzylindermotors mit Stößelstangen und hängenden Ventilen, der auch in den Wolseley 12/48 und den Morris Twelve Serie III eingebaut war. Die MG-Version hatte zwei SU-Vergaser und leistete 54 PS (40 kW) bei 4500 U/min. Der Antrieb erfolgte über ein Viergang-Schaltgetriebe mit Synchronisation in den ersten drei Gängen auf die angetriebene Hinterachse, bei einigen frühen Fahrzeugen jedoch nur in den ersten beiden Gängen.

So wie Fahrwerk und Motor an den Two-Litre erinnerten, so ähnelte der 1 2-Litre als Limousine und Coupé dem größeren Bruder sehr. Nur der Tourenwagen sah anders aus, weil er bei der Morris Bodies Branch entstand und nicht bei Charlesworth.

Der unglückliche 1/2-Litre wies auch in anderen Disziplinen Parallelen zum Two Litre auf, weil er ebenfalls lange brauchte, bis die Produktion in Schwung kam und während seines ganzen Lebens ständigen Veränderungen unterworfen war. Die nasse Kupplung wich einer trockenen, die Kurbelwelle wurde zweimal geändert, anstelle der direkten Metallauflage kamen Pleuellager mit Schalen zum Einsatz, weitere Modifizierungen betrafen Nockenwelle, Vergaser, Lenkgetriebe, Hinterachsgehäuse, Federn, Stoßdämpfer, Türgriffe – es scheint, als sei jedes Bauteil wenigstens einmal geändert worden.

Das Interieur des MG VA

Diese endlose Liste von Änderungen muss eine geordnete Serienproduktion fast unmöglich gemacht haben, und daher ist es schon bemerkenswert, wie viele VA-Exemplare M.G. zu produzieren imstande war. In Abingdon kursiert die Legende von einem Fließbandarbeiter mit dem seltsamen Namen „Maggie“ Buckle, der ein komplexes Gebilde aus Seilen und Planken entwarf, um die VA-Vorderkotflügel für das Bohren von Löchern für die Haltebolzen in Position zu bringen. Als Maggie eines Tages krank wurde, verstand sich niemand im Werk darauf, mit diesem Ungetüm umzugehen. So wartete eine riesige Menge VA-Kotflügel auf die Montage, bis Maggie schließlich wieder zur Arbeit erschien.